Eine über achtzig Jahre alte Frau, blind und unter Schizophrenie leidend, lebt 20 Jahre lang allein in ihrem abgelegenen Haus in Kanada. Bryn Oh hat aus dieser Geschichte eine beeindruckende Installation gemacht, die zur Zeit auf Immersiva zu sehen ist. Bryn Oh ist eine der wenigen Künstlerinnen, die es bisher vermocht hat Kunst aus Metaversen auch im Real Life Geltung zu verschaffen, so wurde “Virginia Alone” auch auf auf dem Santa Fe New Media Festival vorgestellt. Sogar bis in die italienische Vogue hat Bryn Oh es mit ihrer Kunst geschafft.
Sicherlich sucht Bryns Kreativität aber auch ihresgleichen. Auch Virginia Alone hat mich wieder völlig gefesselt, obwohl es meiner Wahrnehmung nach deutlich anders ist als alles, was ich bisher von Bryn gesehen habe.
Von dieser Seite aus näherte ich mich vom Landepunkt kommend dem Farmhaus auf dem Hügel, in dem die alte Dame zuletzt nur noch einen kleinen Teil bewohnte. Der Rest war von 20 Jahre alten Spinnweben verhangen.
Diese Stromleitungen führen nirgendwohin mehr. Aberissene Verbindungen, Stille, Krähen.
Garten und Felder sind sichtlich verwildert und seit langer, langer Zeit sich selbst überlassen.
Virginia in ihrer Küche. Um sich herum ein Sammelsurium aus Kartons mit Fotos und Dokumente, außerdem ihre Kassettenrekorder. Sie hat Unmengen von Bändern besprochen.
Auf dem Herd eine einsame Kerze, durch die Fenster fällt kaum noch das Licht.
Virginias Piano, davor Reste einer Katze.
Wenn man sich durch das Haus bewegt, bewegt man sich durch uralte Spinnenweben.
Nehmt ein wenig Zeit mit, wenn ihr vorbeischaut. Kartons lassen sich öffnen, die Kassettenrekorder führen zu Youtube und zu Machinimas von Bryn.
Hier stellt Bryn ihr Projekt “Virgina Alone” vor:
Das sollte sich niemand entgehen lassen.






